Archiv für den Monat: März 2015

Individuelles Waschbecken in rot

In diesem Bad kann man sich dem Waschbecken kaum entziehen. Es ist ein Blickfang in Rot. Aber trotzdem fügt es sich in das in Weiß und schwarz gehaltene Bad gut ein. Das Dekor ist in die rohe Glasur geritzt. Nach dem Brennen ergibt sich dann eine aufregende Oberflächenstruktur, die man gerne anfasst.

Das Waschbecken ist per Hand auf der Drehscheibe entstanden, daher konnte die Größe, Höhe und Form ganz nach den Wünschen der späteren Besitzer gestaltet werden. Ein wirklich individuelles Waschbecken, das es so kein zweites Mal gibt.

“Einmischung erwünscht!” Lars Stoermer und Günter Barton zu Gast im Atelier von Guido Kratz

Mit Heinrich Böll habe ich mich eigentlich schon sehr lange nicht mehr beschäftigt. Um so überraschter war ich, als ich die Texte von ihm in meinem Atelier hörte. Vorgetragen von Günter Barton, dem Schauspieler und Regisseur aus Berlin. Böll’s Texte sind überraschend aktuell, die “Nicht gehaltene Rede vor dem Deutschen Bundestag” von Heinrich Böll hätte heute geschrieben sein können, so zeitlos und tagesaktuell gleichzeitig stellt sie sich heute dar. Günter Barton trug die Texte so lebendig und pointiert vor, dass ich glaubte, mitten in den Geschichten zu stehen. Das was erzählt wurde war nicht nur zu hören, sondern auch zu riechen und zu schmecken.

Lars Stoermer beeindruckte mit seinen Saxophon-Interpretationen. Er unterstrich die Stimmung der vorgetragenen Texte und ließ sie um so deutlicher als Unikate erscheinen. War der Text der Rahmen für die Musik oder umgekehrt, das war manchmal nicht zu unterscheiden.

Ich habe meine neuesten Arbeiten vorgestellt und es gab viele Gelegenheiten zum Austausch. Ein schöner Abend mit Kunst und Musik.  Anja Weiss hat die vorgetragenen Geschichten Illustriert.

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Ein Symbol für die Zukunft – ein Skulpturen Workshop im Rahmen des Mentoringprogamms der IG BCE

Einmal in die Zukunft schauen – wie wird die eigene Organisation in zehn Jahren aufgestellt sein? Welche gesellschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich geändert? Welche Bedürfnisse haben die Mitglieder, was sind die Gewerkschaftsmitglieder zu leisten imstande? Diese Fragen waren von Bedeutung, als es darum ging ein Symbol für die nahe Zukunft der IG BCE zu finden. Das Symbol sollte aber nicht nur auf dem Papier stehen, sondern in dreidimensionaler Gestalt das Licht der Welt erblicken.

Die Aufgabe bestand darin, das gefundene Zukunftssymbol in Ton zu formen, was zunächst jeder einmal für sich alleine machte. Danach war Gruppenarbeit angesagt. So entstanden in kleinen Gruppen insgesamt fünf Symbole, die als eine etwas größere Skulptur ausgearbeitet wurden.

Die Skulpturen werden noch von mir gebrannt und teilweise farblich behandelt. Die nächsten zehn Jahre, bis 2025, werden sie auf jeden Fall bestehen. Denn Keramik ist ein Material, das viele Jahrtausende überstehen kann und so werden vielleicht einmal in einer ganz fernen Zeit diese Skulpturen ausgegraben und dienen als Beweis für die Kreativität und den Erfindungsreichtum seiner Erschaffer.

Einmischung Erwünscht! Eine musikalische Lesung mit Günter Barton und Lars Stoermer.

Es gibt mal wieder Musik im Atelier, der Frühling ist nicht mehr weit und die Sommerzeit naht. Der Schauspieler Günter Barton zeigt, wie zeitlos die Schriften Heinrich Bölls sein können. Er liest Ausschnitte aus Erzählungen, Briefen, Gedichten und anderen Schriften. Der sprachliche Vortrag Günther Bartons ist faszinierend. Er läßt erleben, dass Literatur nicht nur schön und spannend, sondern wahrer politischer Sprengstoff sein kann. Ergänzt wird er durch den beeindruckend vielseitigen musikalischen Vortrag des Musikers Lars Stoermer. Die beiden Künstler arbeiten seit 2007 zusammen und produzierten seit dem verschiedene literarische/musikalische Programme. Ihre Aufführungen führen sie durch ganz Deutschland.

Während der musikalischen Lesung stelle ich meine neuesten keramischen Arbeiten vor: Grenzgänger zwischen Gefäß und Skulptur, Boten einer Welt jenseits des Alltags, die trotz
ihrer fröhlichen Farbigkeit seltsam geheimnisvoll und irritierend wirken.
Die starken Farben und die Struktur der Muster weben eine Haut auf die Oberfläche
der Gefäße, die der Musik ähnlich ist.

So ergibt sich eine thematische Verknüpfung von Musik, Sprache und bildender Kunst.

Am Freitag, den 13. März 2015 um 20.00 Uhr. Eintritt 12 Euro. Reservieren Sie sich einen Platz per Mail, die Plätze sind begrenzt. Reservierung per Mail >>>

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