Archiv der Kategorie: Teambildungsworkshops

Hilft Kunst bei Veränderungen in Unternehmen und Organisationen? Ein Interview mit dem Unternehmensberater Stefan Fourier.

Bringt das, was man so macht, eigentlich etwas? Wenn ich Kunst in Unternehmen trage und mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen künstlerisch arbeite, macht es Spaß mit Farben zuarbeiten und zu gestalten. Aber was bringt es langfristig? Hat der Auftraggeber, das Unternehmen oder die Organisation etwas davon?

Skulpturenworkshop 7 von Guido Kratz aus HannoverDas frage ich mich immer mal wieder, und weil es eine schwierige und interessante Frage ist, frage ich dazu andere Menschen. Diesmal unterhalte ich mich mit dem Unternehmensberater und Unternehmer Stefan Fourier darüber, was es bringt, wenn man als Künstler in einem Unternehmen ist und dort mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen etwas gestaltet.

Stefan Fourier ist ein kompetenter Gesprächspartner mit viel Erfahrung. Er hat viele Unternehmen und Organisationen beraten, ist selbst Unternehmer und hat einige Bücher veröffentlicht. Er lebt und arbeitet in Hannover.

Hier geht es zum Interview >>>
Website von Stefan Fourier >>>

#kunstinunternehmen

Interview zum Thema „Kunst in Unternehmen“ mit der Kommunikationsdesignerin Andrea Steckert aus Hannover

„Wo kommen wir her als Organisation, wo stehen wir, wo wollen wir hin?“
„Wir müssen ganz viele Antworten auf Fragen finden, die sich bis heute noch nie so stellten!“

pastedgraphic-24In dem Interview mit der Kommunikationsdesignerin, systemischen Organisationsentwicklerin, Managementcoach, Kommunikations- und Prozessdesignerin und Großgruppenmoderatorin Andrea Steckert geht es wieder um das Thema „Kunst in Unternehmen“. Andrea Steckert erzählt in dem Interview, warum Künstler und Künstlerinnen viel mehr in Unternehmen und Organisationen bei Veränderungsprozessen eingesetzt werden sollten. Sie beschreibt, was Kunstschaffende in unsicheren und ungewissen Prozessen anders machen und warum Künstler und Künstlerinnen auch bei großen gesellschaftlichen Veränderungsprozessen positiv und segensreich wirken können. #kunstinunternehmen

Zum Interview mit Andrea Steckert >>>

 

Ein Netzwerkbildworkshop im AWO Psychiatriezentrum in Königslutter zu Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Das AWO Psychiatriezentrum ist ein Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie. Das Psychiatriezentum in Königslutter beschäftigt rund 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und versorgt ein Einzugsgebiet mit etwa 880 000 Einwohnern.

Im Rahmen einer Großgruppenveranstaltung auf Grundlage der neu eingeführten Personalstrategie mit dem Fokus auf das Handlungsfeld „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ habe ich einen künstlerischen Netzwerkbildworkshop angeboten. Die Veranstaltung war eine interne Fortbildung zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie und diente dem Wissensaufbau in der alltäglichen Arbeit. Im Rahmen der Vorträge wurde klar, dass es nicht nur um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie geht, sondern vielmehr um die Vereinbarkeit der eigenen Arbeit mit dem eigenen Lebensentwurf. Dies ist in einem Arbeitsumfeld, in dem in mehreren Schichten rund um die Uhr gearbeitet wird, eine sehr komplexe Aufgabe.

Das Ziel meines künstlerischen Workshops war es, „Vereinbarkeit“ mit den persönlichen Zielen und Bedürfnissen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu verbinden. Die Teilnehmer erarbeiteten sich Motive zu den eigenen Lebensentwürfen und setzen diese mit Farben und und Pinsel auf den Keramikkacheln um

In einem künstlerischen Prozess ist auf 32 Keramikfliesen ein Bild aus zwei Schichten entstanden. Nach dem Zusammenlegen der persönlichen Kachel mit dem eigenen Lebensentwurf zu einem großen gemeinsamen Bild wurde die Frage behandelt, wie die Vereinbarkeit von Beruf und Lebensentwurf 2025 tatsächlich aussehen könnte. In einem zweiten Durchgang wurde ein von allen Teilnehmern getragenes Motiv gefunden und gemalt

Es war eine Herausforderung für die Teilnehmer, diese Fragen in Bilder zu fassen. Aber es machte auch großen Spaß, diese Aufgabe im Team zu meistern, zu erleben, wie mit Keramikfarben ein großes Bild entsteht und als Ergebnis ein großartiges Statement geschaffen zu haben. Das fertig gebrannte Bild wird in einem Außenbereich des weitläufigen Geländes befestigt und als Gemeinschaftskunstwerk nachhaltig Wirkung entfalten.

Kunst in Unternehmen – ein Interview mit dem Künstler Till Steinbrenner

Netzwerkbildworkshop Detail von Guido Kratz aus HannoverDas Künstlerduo Lotte Lindner und Till Steinbrenner lebt in Hannover und ist weltweit tätig. In vielen Ausstellungen im In- und Ausland vertreten sie ihre künstlerischen Positionen. Lotte Lindner und Till Steinbrenner arbeiten seit 2002 gemeinsam daran, Unsicherheit als fruchtbare Energie verfügbar zu machen.
Sie nutzen dazu alle verfügbaren Medien. Ihre Kunst bewegt sich zwischen Skulptur, Performance und Installation. Es sind aufregende Arbeiten im Spannungsfeld zwischen „be a hero for one day“ und dem Scheitern. Also beste Voraussetzungen, um mal die Frage zu beleuchten, ob es Kunst in Unternehmen gibt, ob sie sinnvoll ist, was sie den Künstlern bringen kann und ob Unternehmen überhaupt etwas davon haben können.

Till Steinbrenner hat sich bereit erklärt, mit mir ein Gespräch über diese Themen zu führen, und wir haben es dann auch tatsächlich gemacht. Mit einer Flasche Wein und jeder Menge Zeit. Und etwas Zeit sollten Sie sich beim Lesen unseres Gespräches auch nehmen, denn es geht in die Tiefe und leuchtet viele Aspekte des Spannungsfeldes „Kunst in Unternehmen“ aus.

Ich möchte mit diesem Interview die FrageNetzwerkbildworkshop von Guido Kratz aus Hannover beleuchten, was Kunst in Unternehmen bewirken kann – oder auch nicht. Um das Thema ein wenig einzugrenzen, habe ich mich bei dieser Unterhaltung auf die künstlerische Arbeit mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in Unternehmen beschränkt. Es geht also nicht um Kunstsammlungen in Unternehmen, sondern um die Arbeit, die Künstler und Künstlerinnen in den Unternehmen selbst anstoßen können.

Zum Interview >>>

Website Lotte Lindner und Till Steinbrenner >>>

Kunst in Unternehmen – Was bringt das?

Teambildungs Workshop für VW Nutzfahrzeuge von Guido Kratz aus Hannover 06Wenn man einen Künstler in ein Unternehmen einlädt, kann man was erleben. Die künstlerische Intervention in einem Unternehmen kann zu Veränderungen beitragen, die von der Unternehmensleitung wie auch den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen gewünscht werden.

Um zu beurteilen, ob ein künstlerischer Workshop oder eine Kunstaktion in einem Unternehmen zielführend ist, muss man die künstlerischen Interventionen von einer ausschließlichen Event-Gestaltung abgrenzen. Es ist ja ein Unterschied, ob ein Unternehmen ein Sinfonieorchester einlädt, als Geschenk an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, oder ob man eine künstlerische Arbeit zu wichtigen Veränderungsthemen zum Beispiel bei Fusionsprozessen macht.

Ist es möglich, das Ergebnis künstlerischer Interventionen irgendwie zu messen?

Es gibt inzwischen Untersuchungen zum Thema Kunst in Unternehmen und Dissertationen dazu aus verschiedenen Fachgebieten. Aber es ist ein wenig schwieriger und subjektiver, so ein Ergebnis zu messen. Aber man kann sich der gleichen Methoden bedienen, die auch bei Mitarbeiterschulungen und Beratungen angewendet werden. Man befragt die Teilnehmer eines künstlerischen Workshops direkt nach dem Ergebnis oder Erfolg.

Netzwerkbild F aus einem Netzwerkbild-Workshop von Guido Kratz aus Hannover mit dem Unternehmen EWEAus meinen eigenen Workshops, in denen manchmal ganze Belegschaften, aber auch kleine Teams Netzwerkbilder zu den unterschiedlichsten Themen erarbeiten haben, kenne ich viele Aussagen von den Teilnehmern, die oft auch noch nach einigen Jahren getroffen werden. Hier sind einige der Erfolgsfaktoren, die ich durch das Feedback von Teilnehmern an meinen künstlerischen Workshops bekommen habe:

Die Diskussionskultur wurde verbessert.
Vorher festgelegte Rollen einzelner konnten durch die
künstlerische Arbeit aufgebrochen werden.
Die Zusammenarbeit im Team wurde verbessert.
Die eigenen Reflexionsfähigkeiten wurden entwickelt.
Die Wahrnehmung wird verbessert und fokussierter.
Die Beziehung zwischen dem eigenen Arbeitsbeitrag und dem großen Ganzen wir klarer.
Die Wir-Kultur oder das Wir-Gefühl wird verbessert.

Durch eine genaue Vorbereitung des Workshops auf aktuelle Themen im Unternehmen kann eine künstlerische Herangehensweise viele Bedürfnisse gleichzeitig ansprechen. Durch die künstlerische Aktion, das gemeinsame Tun, werden viele Sinne angesprochen. Das stärkt und motiviert. Und darum geht es doch, an seine täglichen Aufgabe stark und motiviert herangehen zu können.

Ein Netzwerkbildworkshop im AWO Psychiatriezentrum in Königslutter zum Thema Gesundheit.

Das AWO Psychiatriezentrum ist ein Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie. Das Psychiatriezentum (APZ) in Königslutter beschäftigt rund 1050 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und versorgt ein Einzugsgebiet mit etwa 880 000 Einwohnern.

Im Rahmen einer Großgruppenveranstaltung „Personalstrategie Fokus Gesundheit“ habe ich einen künstlerischen Netzwerkbildworkshop angeboten. Die Veranstaltung war eine interne Fortbildung im Zuge der neuen Personalstrategie und diente dem Wissensaufbau zum Handlungsfeld der Gesundheit, eines von vier Handlungsfeldern der Personalstrategie. Das Ziel meines künstlerischen Workshops war es, „Gesundheit“ im APZ mit den persönlichen Zielen und Bedürfnissen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu verbinden. Durch die kreative Auseinandersetzung mit Gesundheit und persönlichen Strategien, diese zu steigern, haben sich alle Teilnehmenden intensiv mit den verschiedenen Facetten des Themas beschäftigt. Auf diese Weise wurden neue Perspektiven gewonnen, die in das Netzwerkbild nachhaltig umgesetzt wurden.

In dem künstlerischen Prozess auf 50 Keramikfliesen ist ein Bild aus zwei Schichten entstanden. In einem ersten Malprozess beschäftigten sich alle Teilnehmer von einem individuellen Standpunkt aus mit dem Thema „persönliche Gesundheit“ und der Fragestellung „Wann fühle ich mich gesund?“ beschäftigt. Jeder malte zu diesem Thema ein persönliches Bild auf eine eigene Fliese. In einem zweiten Durchgang wurde das gesamte Bild mit einem gemeinsamen gefundenen Motiv zu dem etwas abwandelten, nach außen gerichteten Thema „Wie leben wir zukünftig Gesundheit im AWO Psychiatriezentrum?“ übermalt, als Botschaft an alle Mitarbeiter und Mitarbeiterrinnen der Einrichtung.

Es war eine Herausforderung für alle, dieses Thema mit den zwei verschiedenen Perspektiven zu beleuchten, in Bilder zu fassen und in einem Gesamtkunstwerk zu vereinen. Aber es machte auch großen Spaß, diese Aufgabe im Team zu meistern, zu erleben, wie mit Keramikfarben ein großes Bild entsteht und als Ergebnis ein großartiges Statement geschaffen zu haben. Das fertig gebrannte Bild wird im Außenbereich des weitläufigen Geländes vor dem neuen Gesundheitszentrum stehen und als Gemeinschaftskunstwerk nachhaltig wirken.

Teamentwicklung als Kunstprojekt – ein Netzwerkbild-Workshop mit dem Team Verbandskommunikation des LandesSportBundes Niedersachsen

Tobias Fricke, Alexander Stünkel und Katharina Kümpel bilden das Team Verbandskommunikation des LandesSportBundes (LSB) Niedersachsen. Ihre jährliche ‚Auszeit‘ aus dem Gemeinschaftsbüro für ihre Teamentwicklung haben sie 2016 in der Keramik-Werkstatt von Guido Kratz verbracht. In dieser gestalterisch-kreativen Atmosphäre konnten sie einmal auf andere Weise zusammenarbeiten und sich austauschen. Das Thema für das geplante Netzwerkbild war „Talente verbinden“.

Eine große Herausforderung war es, dieses Thema in Bilder umzusetzen, die jeder in einem ersten Schritt auf seine eigene Netzwerkfliese malen sollte. Wie soll man „Talent“ visualisieren? Wie die Verbindung untereinander? Sind es die eigenen Talente oder die der Anderen?

Nach ersten Unsicherheiten und Gesprächen zum Thema begannen alle mit dem Malen. Der Malprozess fing die Teilnehmer ein und es entstanden aussagekräftige Motive.

Die drei Einzelfliesen wurden dann zu einem gemeinsamen Bild zusammengelegt. Ab jetzt war Zusammenarbeit gefragt. Für das Thema „Talente verbinden“ sollte nun ein gemeinsames, von allen getragenes Motiv gefunden werden. Viele Fragen wurden diskutiert: Was sieht am besten aus? Was macht am meisten Sinn? Was passt zu uns? Wie sehen uns andere von außen? Wo wird das Bild hängen und welche Wirkung soll es entfalten?

Es ist ein eindrucksvolles Netzwerkbild entstanden, das die Arbeit des Teams kommuniziert. Mir machte es sehr viel Freude, einen ganzen Tag mit einer kleinen Gruppe zu arbeiten. In dieser ruhigen und konzentrierten Atmosphäre kann aus verschiedenen Perspektiven auf die tägliche Arbeit geschaut werden – ein wertschätzender, sinngebender und erkenntnisreicher Prozess.

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Ein Symbol für die Zukunft – ein Skulpturen Workshop im Rahmen des Mentoringprogamms der IG BCE

Einmal in die Zukunft schauen – wie wird die eigene Organisation in zehn Jahren aufgestellt sein? Welche gesellschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich geändert? Welche Bedürfnisse haben die Mitglieder, was sind die Gewerkschaftsmitglieder zu leisten imstande? Diese Fragen waren von Bedeutung, als es darum ging ein Symbol für die nahe Zukunft der IG BCE zu finden. Das Symbol sollte aber nicht nur auf dem Papier stehen, sondern in dreidimensionaler Gestalt das Licht der Welt erblicken.

Die Aufgabe bestand darin, das gefundene Zukunftssymbol in Ton zu formen, was zunächst jeder einmal für sich alleine machte. Danach war Gruppenarbeit angesagt. So entstanden in kleinen Gruppen insgesamt fünf Symbole, die als eine etwas größere Skulptur ausgearbeitet wurden.

Die Skulpturen werden noch von mir gebrannt und teilweise farblich behandelt. Die nächsten zehn Jahre, bis 2025, werden sie auf jeden Fall bestehen. Denn Keramik ist ein Material, das viele Jahrtausende überstehen kann und so werden vielleicht einmal in einer ganz fernen Zeit diese Skulpturen ausgegraben und dienen als Beweis für die Kreativität und den Erfindungsreichtum seiner Erschaffer.

Teambildungs Workshop für VW Nutzfahrzeuge

Im Dezember 2014 habe ich mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen von VWN einen künstlerischen Teambildungsworkshop durchgeführt. Wenn bei VW Nutzfahrzeuge neue Projekte anstehen, wird die Abteilung VW NBN (VW Nutzfahrzeuge-Beschaffung) aktiv und beschafft alles, was zum Bau eines neuen Fahrzeuges notwendig ist.

Die Abteilung ist in den letzten Jahren stark gewachsen, viele neue Mitarbeiter wurden in das Team integriert. Mit diesem künstlerischen Workshop sollte die Zusammenarbeit auf eine spielerische und unkonventionelle Art und Weise verbessert werden.

In meinem künstlerischen Teambildungs-Workshop werden die Standards und Schnittstellen innerhalb des Teams angesprochen, denn sie vereinfachen die Zusammenarbeit in der täglichen Arbeit. Andererseits es gibt viele zwischenmenschliche Situationen, wo Standards nicht streng befolgt werden können und Fingerspitzengefühl beim Umgang miteinander angesagt ist. Beim Malen und Umsetzen der vielen Gedanken in eigene Bilder entstehen Gespräche und Kontakte innerhalb des Teams, die sonst selten genutzt werden.

Thema des Bildes war die Frage „Was zeichnet uns als Einheit aus und welche Funktion haben wir als ein Team innerhalb von VW Nutzfahrzeuge ?“ Diese Fragestelllug wurde in Bilder umgesetzt und im Laufe der zwei Tage zu einem gemeinsamen Netzwerkbild verschmolzen.

Die 72 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von VW NBN haben in zwei Tagen ein ausdrucksstarkes Netzwerkbild geschaffen, das nun im Eingangsbereich der gemeinsamen Büros im Werk Hannover hängt.