Hochtemperaturmalerei

"10110", Hochtemperaturmalerei auf Keramik von Guido Kratz, Hannover„Hochtemperaturmalerei“ ist wörtlich zu verstehen, da die Farben nicht wie in der Öl- oder Acrylmalerei durch das Trocknen fest werden, sondern bei 1300 °C gebrannt werden müssen, um fest zu werden. Ich male mit speziellen Farbkörpern auf einer weißen Glasur, die auf großen, sehr dünnen Keramikplatten aufgebracht ist. Die Farben bekommen eine seidige, glasartige Anmutung, die nur durch das Brennen entsteht.

Jedes Bild besteht aus zwei übereinander liegenden Motiven. Da in der zweiten, obersten Schicht einige Teile ausgespart sind, können sie dadurch wie durch ein Fenster das zuunterst liegende Motiv sehen. Außerdem schmelzen in der Fayencemalerei alle Schichten zu einer Schicht zusammen. So können auch Farben, die in der untersten Schicht liegen, wieder sichtbar werden. Das unterscheidet die Hochtemperaturmalerei von der Öl- oder Acrylmalerei, wo nur die oberste Schicht zu sehen ist.

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