Schlagwort-Archive: Keramik im öffentlichen Raum

Kunstprojekt seit über zehn Jahren – Die wachsenden LQ Netzwerkbilder

Netzwerkfliese LQW Nr. 611 von Guido Kratz aus HannoverIm Jahr 2002 entwickelte die ArtSet Forschung, Bildung und Beratung GmbH in Hannover ein neues Testierungsverfahren, die Lernerorientierte Qualitätstestierung für Weiterbildungsorganisationen. Ein langes Wort, daher wird allgemein das Kürzel LQW verwendet. LQW ist nicht einfach ein neues Testierungsverfahren, das Organisationen wieder einmal eine weitere Formalie abnötigte, sondern die Chance, das gesamte Unternehmen weiter zu entwickeln und fit für zukünftige Anforderungen zu machen. Die Organisationen formulieren ihre Anforderungen und Ziele selbst. Denn nur sie selbst wissen auch, in welchen Schritten sie sich weiterentwickeln können und wollen. So besteht die Chance, dass die gesamte Organisationen in einen selbstbestimmten Lernprozess gerät.

Parallel dazu entwickelte ich ein Netzwerkbild, das wachsen konnte. Ich wollte erreichen, dass die Anzahl der einzelnen Netzwerkfliesen nicht festgelegt ist und sich das Netzwerkbild vergrößern kann, ohne limitiert zu sein. Denn ein Netzwerkbild symbolisiert die Einzigartigkeit jeder einzelnen Fliese. Aber alle Fliesen zusammen stehen gleichzeitig für ein gemeinsames, größeres Motiv.

Jede Weiterbildungsorganisation erhielt nach bestandener Testierung eine 30 x 30 cm große Netzwerkfliese aus einem ständig wachsenden Netzwerkbild. Zusätzlich zur Fliese erhielt jede Organisation einen Kunstdruck der den aktuellen Stand des Netzwerkbildes zeigte. Das heißt, die 10. teilnehmende Organisation erhielt einen Druck, bestehend aus 10 Netzwerkfliesen, die 400. erhielt einen Druck bestehend aus 400 Fliesen. Zur Zeit sind 860 Organisationen aus Deutschland und Österreich am LQW Verfahren beteiligt. Das Netzwerkbild wird beständig aktualisiert und jede Fliese hat einen weiterführenden Link zur teilnehmenden Organisation.

Netzwerkfliese LQW Nr. 709 von Guido Kratz aus HannoverDas ständig wachsende LQW-Netzwerkbild symbolisiert das Verbindende des LQW Testierungsverfahrens für alle teilnehmenden Organisationen und gleichzeitig das Individuelle jeder testierten Weiterbildungseinrichtung. Jede testierte Organisation hat ihre ganz eigene Qualität, nimmt aber auch an der übergeordneten Idee der Qualität in der Weiterbildung teil und ist dadurch Teil eines Ganzen. So bringt das Netzwerkbild die beteiligten Organisationen in einen Zusammenhang. Jede für sich und alle gemeinsam stehen für eine sich ständig weiter entwickelnde Qualität in der Weiterbildung.
Auf meiner Website wächst das Netzwerkbild ständig weiter. Jede Fliese ist verlinkt zur teilnehmenden Organisation.

Hier können sie sich das LQW Netzwerkbild anschauen >>>
Die ArtSet Qualitätstestierungs GmbH >>>
Weitere Informationen >>>

Ein neues Relief im Außenbereich des Wilhelm Gefeller Bildungszentrum

Am letzten Juni Wochenende 2014 veranstaltete das Wilhelm Gefeller Bildungszentrum  von der IGBCE eine Veranstaltung zum Thema “Wissenschaft macht Kultur”. Ich habe im Sommer bereits darüber berichtet >>> .

Das Relief, das die Teilnehmer und Teilnehmerinnen dieser Veranstaltung zusammen geschaffen haben, ist nun fertig gebrannt und bereits im Außenbereich an der neu gestalteten Freitreppe des Wilhelm Gefeller Bildungszentrums angebracht worden. Die 18 Reliefkacheln, die während des Workshops entstanden sind habe ich farbig behandelt und mit einem Rand versehen. Viele Besucher, die an den Veranstaltungen der IGBCE teilnehmen, erkennen ihre Kachel wieder und freuen sich, ihren Beitrag vom Sommer zu entdecken. Das Thema „Wissenschaft macht Kunst“ ist so von Gewerkschaftsmitgliedern in Stein gemeißelt zu sehen.

Palmblätter aus Keramik in der Taunus Therme bei Frankfurt am Main

Die Taunus Therme ist ein Erlebnisbad in der Nähe von Frankfurt am Main. Die Therme wurde aufwändig umgebaut und vergrößert und ich bekam den Auftrag, für die vielen vorhandenen Säulen Keramikblätter in der Form von Palmblättern herzustellen. Die Keramikblätter waren teilweise sehr groß und wurden von mir im Gießverfahren hergestellt. Die Palmblätter aus Baukeramik werden unten durch ein vergoldetes Kapitell zusammengehalten, das ich auch hergestellt habe.

Solche baukeramischen Arbeiten werden von mir für alle möglichen Anwendungen herstellt. Da meine Arbeiten frostfest sind, können sie auch in Außenbereichen verwendet werden. Für die Keramik-Palmblätter habe ich Gießformen verwendet, um sie als Kleinserien herstellen zu können.

Die Keramik ist für den Saunabereich der Taunus Therme gut geeignet und passt farblich perfekt zu den neu gestalteten Räumen. Die vergoldeten Kapitelle aus Keramik verleihen den Säulen eine orientalische Optik.

Die Taunus Theme liegt in Bad Homburg, in der Nähe von Frankfurt am Main. Wenn Sie einmal dort vorbei kommen, besuchen Sie dieses schöne Erlebnisbad und lassen sich verwöhnen.

Gemeinsam ein Relief machen – Besucher einer Veranstaltung der IGBCE sind kreativ

Am letzten Juni Wochenende 2014 veranstaltete das Wilhelm Gefeller Bildungszentrum  von der IGBCE eine Veranstaltung zum Thema „Wissenschaft macht Kultur“. Es ging darum, sich ein Bild von den Naturwissenschaften zu machen, die an den großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts und Grenzen überschreiten.

Kann die Wissenschaft die gesellschaftlichen Probleme lösen? Oder verursacht sie die Probleme unsere Zeit? Zu diesen Themen luden mich die Veranstalter ein, um mit den Besuchern der Veranstaltung ein Relief zu diesen Themen zu erarbeiten. Das Relief wurde von den Besuchern von „Wissenschaft macht Kultur“ unter meiner künstlerischen Leitung gestaltet. Sie formten Statements zum Thema in den frischen Ton. Im Moment wird das Relief in meinem Atelier weiterverarbeitet und zum Brennen vorbereitet.

Nach dem gelungenen Brand wird es an der neu gestalteten Freitreppe des Wilhelm Gefeller Bildungszentrums angebracht.

Link zum Wilhelm Gefeller Bildungszentrum >>>

Kinderrechte mal 16 – Ein Projekt mit Kindern aus der Grundschule in Elze

Im Rahmen des Projektes „Kinderrechte mal 16“ des Arbeitskreises Kinderrechte Wedemark und der Kinder und Jugendkunstschule Wedemark entstanden 2013 auf dem Dach der Grundschule in Elze sechs Figuren aus Keramik und ein Keramikbild, das auch auf dem Dach der Schule verankert wurde. Die Kinder der Klasse 4b haben sich einige Monate lang mit den Kinderrechten beschäftigt, haben gemalt und diskutiert und sich auf fünf Kinderrechte, die sie in das Kunstwerk einbringen wollten geeinigt.

Die Kinderrechte werden von den sechs Keramikfiguren und einem runden Gemälde auf dem Dach der Grundschule repräsentiert. Die Grafikerin Anja Weiss hat die Figuren nach den Skizzen der Kinder geformt. Als die Rohlinge vorgebrannt waren, sind die Kinder der 4b für einen Tag in das Atelier von Guido Kratz in Hannover gekommen, um die Figuren und das Bild zu bemalen. Die Figuren und das Bild wurden auf dem Dach der Grundschule von dem Dachdeckerbetrieb Hubert Diekmann montiert und feierlich mit der ganzen Schule eingeweiht.

PDF von dem Projekt >>>
Jugendkunstschule Wedemark >>>