Kunstprojekte

Schon seit vielen Jahren arbeite ich von zeit zu Zeit mit anderen Künstlern und Wissenschaftlern zusammen. So entstanden einige Kunstprojekte, die ich Ihnen hier vorstellen möchte. Ich finde es sehr reizvoll, meine Arbeiten mit anderen zu teilen.

Es entstanden so Projekte, die schon seit vielen Jahren bestehen und ständig weiterlaufen, wie die wachsenden Netzwerkbilder mit der ArtSet Forschung Bildung Beratung GmbH. Oder einzelne Kunstprojekte, wie zum Beispiel Kinderrechte mal 16 gemeinsam mit der Grafikerin und Illustratorin Anja Weiss, die dann nach einiger Zeit abgeschlossen sind.

Durchdringungen

Mit der Grafikerin und Illustratorin Anja Weiss habe ich ein Kunstprojekt umgesetzt, das mit zeichnerischer und malerischer Durchdringung spielt. Wir waren von der Idee fasziniert, was wohl passiert, wenn zwei Menschen an demselben Objekt malen und zeichnen.

Begonnen haben wir mit einer lebensgroßen  Zeichnung unserer Silhouette: Auf dem Boden liegend, zeichneten wir unsere Konturen auf ein großes Blatt Papier. Diese Konturen waren der Ausgangspunkt für die folgenden Malereien, die wir abwechselnd durchführten. Übermalungen, neue Farben, hinzufügen von Textfragmenten, abwechseln fügte jeder von uns dem Motiv weiter Fragmente hinzu oder deckte vorhergehende ab. Die Bilder waren fertig, als wir den den Eindruck hatten das der Prozess zum Stillstand gekommen war.

So sind drei großformatige Bilder entstanden, die wir anschließend digitalisierten. Aus diesem digitalen Material formten Anja Weiss und ich weitere Bilder, allerdings nicht mit Pinsel und Malstift, sondern digital. Der Prozess des Austauschs blieb während des gesamtem Projektes erhalten, denn jeder von uns beiden war bei der Entstehung und Bearbeitung jedes Bildes beteiligt. Die Arbeiten wurden nach der Fertigstellung in mehreren Ausstellungen in gezeigt.

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Die wachsenden LQ-Netzwerkbilder

Ein Teil des LQW Netzwerkbildes

LQ bedeutet Lernerorientierte Qualitätsentwicklung. Das ist ein besonderes Qualitätssiegel, dass Weiterbildungsorganisationen für die Verbesserung ihrer Arbeits- und Geschäftsprozesse nutzen. Die besondere Eigenart der Netzwerkbilder ist es, aus vielen einzelnen Bildern zu bestehen. Jede einzelne Fliese stellt ein eigenes Motiv dar, das auch für sich alleine stehen kann. Diese Eigenschaft der Netzwerkbilder, das Einzelne sowie gleichzeitig auch das Ganze darzustellen habe ich für die ständig wachsenden LQ-Netzwerkbilder genutzt.

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Kinderrechte mal 16

Keramik-Workshop mit Kindern - Kinderrechteprojekt in der Wedemark

Im Rahmen des  Projektes “Kinderrechte mal 16” des Arbeitskreises Kinderrechte Wedemark und der Kinder und Jugendkunstschule Wedemark entstanden auf dem Dach der Grundschule in Elze sechs Figuren aus Keramik und ein Keramikbild, das auch auf dem Dach der Schule verankert wurde. Die Kinder der Klasse 4b haben sich einige Monate lang mit den Kinderrechten beschäftigt, haben gemalt und diskutiert und sich auf fünf Kinderrechte, die sie in das Kunstwerk einbringen wollten geeinigt.

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Reduziere dich Freitag

Ein interaktives Kunstprojekt von Maria Eilers und mir.

Es beginnt mit einer Aufforderung: Wir bitten Menschen aus Hannover und aller Welt für ein Kunstprojekt Wörter zu schicken. Das angereiste Sammelsurium aus Worten wird mal augenzwinkernd, mal Sinn suchend von der Autorin zu Texten verarbeitet und auf vorbereitete Keramikplatten geschrieben. Einzelne Textausschnitte werden anschließend in einem speziellen Verfahren geschützt.

Das Publikum wird in einem nächsten Aufruf um die Einsendung von Farbwünschen gebeten – und meldet sich mit genauen Vorschlägen zurück: „Blutrot… von zertanzten Füßen“, „ein tiefes Rot wie brennende Leidenschaft“, “Muschelschalenblau”, „Maigrün“… Guido Kratz nimmt die Farbimpulse auf, vermengt sie mit eigenen Farbideen und malt über die Texte eine Farbkomposition auf die Keramikplatten. Er kann sich nur auf die fragmentarischen Textteile stützen, die sichtbar sind, den ganzen Text kennt er nicht.

Wenige Tage später wird eingeladen. Treffen vor dem Brennofen: Pastellig-puderig wirken die großen und kleinen Keramikbilder, als sie zur Bildöffnung aufgereiht bereit liegen. Die verdeckten Text- und Farbflächen werden vor dem Brennen von Guido Kratz im Beisein von Interessierten freigelegt und verändern die Form- und Farbwirkung des jeweiligen Bildes völlig.

Einige Tage später werden die Bilder Stück für Stück in der Glut des Brennofens gebrannt. Eine weitere Metamorphose geschieht in die sich aber nicht mehr eingreifen lässt. Jedes Bild hat inzwischen seine eigene Geschichte, und tritt wie neu geboren aus dem Brennofen.

So sind 27 Texte und 27 mitunter mehrteilige Bilder entstanden, die im April 2008 in einer Ausstellung im Block 16, einem Künstlerhaus in Hannover, der Öffentlichkeit vorgestellt wurden.

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Kunst hilft wirklich

„Was ist wirklich wichtig im Leben? Auf was möchte ich auf keinen Fall verzichten?“

Diese Fragen stellten wir, Maria Eilers, Autorin und ich selbst, einer bunten Gruppe von Hannoveranerinnen und Hannoveranern im August 2009.

Der eine wünscht sich Weisheit. Die andere träumt von einem Leben in Gemeinschaft und der nächste möchte unbedingt bei seiner Familie sein. Sehnsüchte von etwa zwanzig Menschen reihen sich aneinander.

„Keiner lebt alleine, niemand kann Lebensziele ohne den anderen erreichen, Veränderungen im Alleingang bewerkstelligen“, so dachten wir uns. „Im Leben begegnet man anderen Menschen, Ideen entwickeln sich und bekommen eine neue Richtung. Eigene Wünsche vermischen sich mit den Lebensentwürfen von Weggefährten. So entstehen neue Konstellationen.“

Die angesprochenen Menschen antworteten mit ihren Gedanken und schrieben sie auf.

Nun war die „Arbeit“ der Kunst-Interessierten getan. Im nächsten Schritt setzte ich die geäußerten Lebensentwürfe und Sehnsüchte der diversen Gruppen in digital erstellte Bilder um. Maria Eilers schrieb aus den gleichen gesammelten Wünschen und Utopien atmosphärische Schnappschüsse, sogenannte szenische Kürzestgeschichten.

Es folgt der vielleicht spannendste und aufwändigste Prozess für uns Künstler: Text und Bild werden im Laufe eines Einigungsprozesses zu einem TextBild zusammen gefügt. Farbe muss Textfragmenten Raum lassen, Text muss für Farbflächen weichen.

Am Ende sind etliche TextBilder entstanden, die augenzwinkernd oder ernsthaft sichtbar machen, was für Menschen wirklich wichtig ist, was ihnen Sinn, Halt oder Perspektive gibt. Unsere Kunst hat geholfen, sich individuell und gemeinsam über Wesentliches klarer zu werden. Die erste Ausstellung dieser TextBilder fand 2009 statt, weitere Ausstellungen in den nächsten Jahren folgten.

Der Prozess ging aber weiter. An jedem weiteren Ausstellungsort heißt es erneut: „Was ist mir wirklich wichtig? Worauf möchte ich auf keinen Fall verzichten?“ Die Besucher der Ausstellungen hinterlassen ihre Antworten den Künstlern. Guido Kratz und Maria Eilers sammelten die Antworten und es entstand ein neues, regionales TextBild, das zur jeweiligen Finissage erstmalig gezeigt wurde. So werden die Wünsche und Lebensentwürfe der Menschen des gastgebenden Ortes Teil der nächsten TextBilder.

Kunst hilft wirklich.

Im Sommer 2016 wurde das Kunstprojekt Kunst hilft wirklich beendet und während einer letzten Ausstellung wurden die letzten Kunstwerke dieses schönen Kunstprojektes verkauft.

Zur Website von Maria Eilers >>>

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Die aus dem Projekt „Reduziere dich Freitag“ entstandenen Werke haben im Frühjahr 2010 als Banner die Calenbergerstraße in Hannover „beflaggt“. Im Rahmen eines Stadtteilprojektes, das der Verein “Wirtschaftsleben Calenberger Neustadt”,  in der Calenberger Straße in Hannover veranstaltete, haben 29 Motive und Texte aus dem Kunstprojekt von Maria Eilers und mir auf großen Bannern in dieser Einkaufsstraße zum Innehalten und zum Gespräch eingeladen.

Zusätzlich zur Straßenkunst werden in einem leer stehenden Laden die originalen Objekte und Texte ausgestellt. An einigen Wochenenden fanden außerdem Stadtteilführungen von uns und des Vereins statt. Die Führungen zeigen interessante Orte der Calenberger Neustadt. Darüber hinaus wurde an den Bannern der jeweilige Text verlesen und über das Bild gesprochen. Banner und Führungen belebten den Stadtteil während des Projektes, das im August 2010 beendet wurde.

Website Maria Eilers >>>

Wissenschaft als Kunst und Kunst als Forschung

Typ 5, "Die souveräne Organisation" von Guido Kratz aus Hannover

In diesem Kunstprojekt geht es um das Verhältnis von Wissenschaft und Kunst. Was haben beide gemeinsam, mit welchen Methoden arbeiten sie? Beide sind experimentelle Erkenntnisweisen, ihre jeweiligen Produkte aber sind eigenständig. Die Kunst illustriert nicht, sondern drückt ästhetische Erfahrungen in eigenen Medien mit eigenen Materialien aus. Auch die Wissenschaft gründet in Erfahrungen und ihre Ergebnisse präsentieren konstruierte Weltbilder. Wissenschaft und Kunst haben zweifelsohne grundlegende Gemeinsamkeiten, die in der Beobachtung und anschließenden Bezeichnung von Welttatbeständen bestehen – wenn auch auf jeweils eigene Art: logisch und ästhetisch.

Der Forscher Dr. Prof. Rainer Zech und ich haben ein Projekt gestartet, das die Ergebnisse künstlerischen Tuns und wissenschaftlichen Forschens an einem gemeinsamen Objekt zeigen.

Beschreibung des Projektes Wissenschaft als Kunst und Kunst als Forschung >>>

Prof. Dr. Rainer Zech untersucht Weiterbildungsorganisationen um sie in einer allgemeinen Form beschreiben zu können. Die so entstandenen wissenschaftlichen Texte untersuche ich mit künstlerischen Methoden. Das Ergebnis sind digitale Bilder, die die wissenschaftlichen Beschreibungen ästhetisch umsetzen.


Typ 1, “Die familiäre Organisation” >>>
Typ 3, “Die gewinnbringende Organisation” >>>
Typ 5, “Die souveräne Organisation” >>>