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Teamentwicklung als Kunstprojekt – ein Netzwerkbild-Workshop mit dem Team Verbandskommunikation des LandesSportBundes Niedersachsen

Tobias Fricke, Alexander Stünkel und Katharina Kümpel bilden das Team Verbandskommunikation des LandesSportBundes (LSB) Niedersachsen. Ihre jährliche ‚Auszeit‘ aus dem Gemeinschaftsbüro für ihre Teamentwicklung haben sie 2016 in der Keramik-Werkstatt von Guido Kratz verbracht. In dieser gestalterisch-kreativen Atmosphäre konnten sie einmal auf andere Weise zusammenarbeiten und sich austauschen. Das Thema für das geplante Netzwerkbild war „Talente verbinden“.

Eine große Herausforderung war es, dieses Thema in Bilder umzusetzen, die jeder in einem ersten Schritt auf seine eigene Netzwerkfliese malen sollte. Wie soll man „Talent“ visualisieren? Wie die Verbindung untereinander? Sind es die eigenen Talente oder die der Anderen?

Nach ersten Unsicherheiten und Gesprächen zum Thema begannen alle mit dem Malen. Der Malprozess fing die Teilnehmer ein und es entstanden aussagekräftige Motive.

Die drei Einzelfliesen wurden dann zu einem gemeinsamen Bild zusammengelegt. Ab jetzt war Zusammenarbeit gefragt. Für das Thema „Talente verbinden“ sollte nun ein gemeinsames, von allen getragenes Motiv gefunden werden. Viele Fragen wurden diskutiert: Was sieht am besten aus? Was macht am meisten Sinn? Was passt zu uns? Wie sehen uns andere von außen? Wo wird das Bild hängen und welche Wirkung soll es entfalten?

Es ist ein eindrucksvolles Netzwerkbild entstanden, das die Arbeit des Teams kommuniziert. Mir machte es sehr viel Freude, einen ganzen Tag mit einer kleinen Gruppe zu arbeiten. In dieser ruhigen und konzentrierten Atmosphäre kann aus verschiedenen Perspektiven auf die tägliche Arbeit geschaut werden – ein wertschätzender, sinngebender und erkenntnisreicher Prozess.

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Ausstellung Kunst im Quadrat mit Gefäßen von Guido Kratz

Gestern startete meine erste Ausstellung in diesem Jahr bei “Kunst im Quadrat” in Hannover Linden. In der Privatwohnung von Maria Eilers, genauer in dem fast quadratischen Eingangsflur, versammelten sich große und kleine Gefäße an den Wänden. Sie verwandelten den Raum und brachten die zahlreichen Ausstellungsbesucher zum assoziieren. Es kamen auf diese Weise viele schöne Ideen zusammen, welche Bedeutung diese Formen haben könnten.

Die Gefäße spielen mit den vielen möglichen Varianten von Formen. Da die Gefäße keinen Gebrauchsnutzen mehr besitzen, weil sie geschlossen sind und an der Wand hängen, bieten sie nichts Konkretes mehr an. Die Kunstwerke könnten auch gemalt und Motiv in einem Bild sein. Die klaren Farben und die Fayencemalerei verweisen auf das Bildhafte, die Sgraffitos geben den Gefäßen eine sinnliche Haut. Viele Besucher betasteten die Gefäße, um die Form zu erfahren und zu erfassen.

Ein schöner und anregender Nachmittag, ich habe mich über die vielen Kontakte und Gespräche sehr gefreut.

Website Maria Eilers >>>

Ausstellung Kunst im Quadrat – Gefäße von Guido Kratz

Meine erste Ausstellung in diesem Jahr rückt näher. Ich zeige meine neuesten Arbeiten im kleinsten Kunstraum in Hannover, “Kunst im Quadrat”. “Kunst im Quadrat” ist ein kleiner Flur in der privaten Wohnung von Maria Eilers.

Schon seit vielen Jahren macht Maria Eilers dort Ausstellungen mit bekannten Künstlern aus Hannover. Der kleine Raum ist für jeden Künstler und jede Künstlerin eine Herausforderung und so entstehen dort immer wieder ungewöhnliche Ausstellungen. Ich freue mich sehr, an diesem Ort meine Gefäß-Skulpturen auszustellen.

Wann:
Sonntag, 13. März 2016 von 14.00 bis 18.00 Uhr. Um 15.00 Uhr ist die Eröffnung der Ausstellung

Wo:
Maria Eilers
Charlottenstraße 92
30449 Hannover
Website Maria Eilers >>>

Einladung als PDF >>>

Kunstprojekt seit über sechzehn Jahren – Die wachsenden LQ Netzwerkbilder

Netzwerkfliese LQW Nr. 611 von Guido Kratz aus HannoverIm Jahr 2002 entwickelte die ArtSet Forschung, Bildung und Beratung GmbH in Hannover ein neues Testierungsverfahren, die Lernerorientierte Qualitätstestierung für Weiterbildungsorganisationen. Ein langes Wort, daher wird allgemein das Kürzel LQW verwendet. LQW ist nicht einfach ein neues Testierungsverfahren, das Organisationen wieder einmal eine weitere Formalie abnötigte, sondern die Chance, das gesamte Unternehmen weiter zu entwickeln und fit für zukünftige Anforderungen zu machen. Die Organisationen formulieren ihre Anforderungen und Ziele selbst. Denn nur sie selbst wissen auch, in welchen Schritten sie sich weiterentwickeln können und wollen. So besteht die Chance, dass die gesamte Organisationen in einen selbstbestimmten Lernprozess gerät.

Parallel dazu entwickelte ich ein Netzwerkbild, das wachsen konnte. Ich wollte erreichen, dass die Anzahl der einzelnen Netzwerkfliesen nicht festgelegt ist und sich das Netzwerkbild vergrößern kann, ohne limitiert zu sein. Denn ein Netzwerkbild symbolisiert die Einzigartigkeit jeder einzelnen Fliese. Aber alle Fliesen zusammen stehen gleichzeitig für ein gemeinsames, größeres Motiv.

Jede Weiterbildungsorganisation erhielt nach bestandener Testierung eine 30 x 30 cm große Netzwerkfliese aus einem ständig wachsenden Netzwerkbild. Zusätzlich zur Fliese erhielt jede Organisation einen Kunstdruck der den aktuellen Stand des Netzwerkbildes zeigte. Das heißt, die 10. teilnehmende Organisation erhielt einen Druck, bestehend aus 10 Netzwerkfliesen, die 400. erhielt einen Druck bestehend aus 400 Fliesen. Zur Zeit sind 860 Organisationen aus Deutschland und Österreich am LQW Verfahren beteiligt. Das Netzwerkbild wird beständig aktualisiert und jede Fliese hat einen weiterführenden Link zur teilnehmenden Organisation.

Netzwerkfliese LQW Nr. 709 von Guido Kratz aus HannoverDas ständig wachsende LQW-Netzwerkbild symbolisiert das Verbindende des LQW Testierungsverfahrens für alle teilnehmenden Organisationen und gleichzeitig das Individuelle jeder testierten Weiterbildungseinrichtung. Jede testierte Organisation hat ihre ganz eigene Qualität, nimmt aber auch an der übergeordneten Idee der Qualität in der Weiterbildung teil und ist dadurch Teil eines Ganzen. So bringt das Netzwerkbild die beteiligten Organisationen in einen Zusammenhang. Jede für sich und alle gemeinsam stehen für eine sich ständig weiter entwickelnde Qualität in der Weiterbildung.
Auf meiner Website wächst das Netzwerkbild ständig weiter. Jede Fliese ist verlinkt zur teilnehmenden Organisation.

Hier können sie sich das LQW Netzwerkbild anschauen >>>
Die ArtSet Qualitätstestierungs GmbH >>>
Weitere Informationen >>>

Musik im Atelier – Ausstellung und Konzert mit der Tom Kölling Band aus Hannover

Das Quartett um den hannoverschen Gitarristen und Sänger Tom Kölling spielt am 20. November im Atelier. Ich freue mich schon auf Eigenkompositionen der aktuellen CD “a beautiful blend” , Jazz- Blues- und Latinstandards sowie handverlesene Songperlen aus dem American Songbook. Gastmusiker ist Nico Deppisch/E-Bass.

Ich werde meinen neuen Arbeiten vorstellen, völlig sinnlose Gefäße, Skulpturen, die die Wände hoch kriechen. Ich freue mich auf einen schönen, stimmungsvollen Abend!

Am Freitag, den 20. November 2015 um 20.00 Uhr. Eintritt 12,- €. Bitte reservieren Sie sich einen Platz per Mail, denn die Plätze sind begrenzt.

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Einladung als PDF >>>

Atelierrundgang der Lister Künstler und Künstlerinnen 2015

Am Sonntag, den 1. November 2015 findet wieder der Lister Atelierrundgang statt. 16 Künstlerinnen und Künstler aus dem Stadtteil List in Hannover öffnen Ihre Ateliers in der Zeit von 11.00 bis 18.00 Uhr. Ich bin gemeinsam mit meinem Atelierkollegen R.F.Myller dabei und zeige meinen neuesten Arbeiten. In zehn Ateliers, die alle gut zu Fuß zu erreichen sind, können Sie  Malerei, Skulpturen und Installationen entdecken.

Egal, wie kalt es draußen ist und wie ungemütlich das Wetter auch sein mag, an unserem Atelierspaziergang sehen sie unsere Kunst an ihrem Entstehungsort, sozusagen im natürlichen Umfeld des Künstlers, im Atelier. Bei Kaffee und Tee können Sie außerdem mit uns ins Gespräch kommen.

Am Tag vorher, am Samstag, den 31. Oktober 2015 eröffnen wir den Lister Atelierrundgang mit einer Eröffnungsausstellung im Atelier Frîa Hagen um 18.30 in der Kollenrodtstraße 10a in Hannover.

Ich freue mich auf Sie!

Link zur Site der Lister Künstler >>>

“Und dasselbe nochmal in Grün!”

Gestern gab es bei uns im Atelier Grünes: grünes Essen , grüne Musik, grüne Gedichte und grüne Farben. Während unserer diesjähriger Zinnober Ausstellung Anfang September haben wir einige Besucher zu einer weiteren Veranstaltung eingeladen, die gestern stattfand. In Anlehnung an letztes Jahr, als nach der Zinnober Ausstellung das erste Mal ein rotes Essen stattfand, machten wir dieses Jahr alles nochmal in Grün.

Rund um das Grüne gab es zu essen, eine Phantasiereise und viele Informationen um die Farbe Grün. Wussten Sie, dass Goethes Lieblingsspeise “Grie Soss”, also das hessische Leib und Magengericht “Grüne Soße” war? Oder dass Napoleon an einer Vergiftung starb, die aus der grünen Wandfarbe seines Schlafzimmers herrührte?

Zum Schluss wurde das grüne Tischtuch, das R.F. Myller liebevoll bemalt hatte, von den Besuchern und Besucherinnen ebenso liebevoll in viele Stücke zerschnitten. Wer weiß was mit den Tischtuchteilen geschieht, vielleicht enden sie als grünes Bild an der Wand….

Community Sculpture Building beim Zinnober Kunstvolkslauf 2015 in Hannover

Zuerst stehen nur einige Batzen Ton auf dem Tisch. Im Laufe der beiden Zinnober-Tage verwandelten sich diese Tonbatzen in eine soziale Skulptur. Jeder Besucher unserer Ausstellung, der Lust hatte etwas von sich zu zeigen, konnte beim “Community Social Building” mitmachen. Man konnte entweder eine neue Figur oder etwas anderes aus Ton formen und dem zu diesem Zeitpunkt vorhandenen Ensemble hinzufügen. Manche Besucher ordneten auch die Figuren neu und so entstand ein neuer Zusammenhang in der Skulptur.

Die soziale Skulptur veränderte sich ständig. Es war interessant zu beobachten: plötzlich hatte eine Figur eine neue Tasche. Ein Krokodil kam neu hinzu, verfolgte eine Maus, die sich aber hinter einer Umzäunung retten konnte. Der Stier “Europa” mit einem Reisenden oder Flüchtling war zu sehen und ein offenbar gut gelaunter Mensch auf einem wilden Tier.

Die beiden Ausstellungstage waren gut besucht. Wir konnten viele interessante Gesprächen führen und unsere neuen Arbeiten vorstellen.

Zinnober Kunstvolkslauf in Hannover am 5. und 6. September 2015

Unser Atelier ist auch dieses Jahr wieder beim Zinnober Kunstvolkslauf in Hannover dabei. Mein Atelierkollege R.F. Myller und ich haben für Sie die Ateliertüren geöffnet und stellen Ihnen unsere neuesten Arbeiten vor.

Am Samstag und am Sonntag haben Sie die Möglichkeit, sich bei uns im Atelier selbst künstlerisch einzubringen: In unserer gemeinsamen Aktion “Zeige Dich! – Community Sculpture Building” können Sie an einer Gemeinschafts-Skulptur mitwirken. Lassen Sie sich überraschen!

Am Samstag von 15.00 bis 16.00 Uhr gibt es ein Künstlergespräch mit Guido Kratz über seine neuestem Arbeiten. Am Sonntag, von 14:00 bis 15:00 Uhr stellt R.F. Myller seine neuesten Arbeiten ebenfalls in einem Künstlergespräch vor.

Der Zinnober Kunstvolkslauf findet dieses Jahr zum 18. Male statt und ist eine Veranstaltung des Kulturbüros der Stadt Hannover. 41 Ateliergemeinschaften, Galerien und Kunstinstitutionen nehmen dieses Jahr am Kunstvolkslauf teil.

Wir freuen uns schon sehr auf Ihren Besuch bei uns.

Öffnungszeiten:
Samstag 5. September 2015 12.00 bis 19.00 Uhr
Sonntag, 6. September 2015 11.00 bis 19.00 Uhr

Zinnober auf facebook >>>
Hier können Sie sich das Programm herunterladen >>>

Ausstellung in einem Garten in der Wedemark

Im Rahmen der offenen Pforte, in der Gartenbesitzer aus der Region Hannover ihre Gärten für interessierte Besucher öffnen, habe ich am 31. Mai 2015 im Garten von Joachim von Kortzfleisch in Brelingen/Wedemark meine keramischen Skulpturgefäße ausgestellt. Joachim von Kortzfleisch ist Gartenarchitekt und stellte seinen eigenen, wunderschönen Garten vor.

Die Sonne kam an diesem Tag extra zum Vorschein und viele Besucher schauten sich meine Gefäßskulpturen und den Garten an. Sie waren überall präsent und lieferten sich einen Wettlauf mit den Pflanzen und Blüten. An der Hauswand, in den Beeten oder auf dem Rasen fügten sich die keramischen Objekte perfekt in die Gartenbereiche ein und setzten farbige Akzente.

Die Besucher waren begeistert und überrascht, in einem Garten so viele Keramiken zu sehen, die zwar keinen praktischen Zweck erfüllen aber die durch ihre Präsenz, den farbenfrohen Auftritt und die körperliche Intensität dem Garten aufwertende Akzente verleihen.

Website Joachim von Kortzfleisch >>>

Grenzgänger zwischen Skulptur, Objekt und Gefäß

Beim Wort „Gefäße” hat man normalerweise praktische Dinge vor Augen, die für einen bestimmten Zweck benutzt werden können: Eine Schale, einen Krug, einen Becher, eine Teekanne, eine Vase o.ä.. Als Keramiker habe ich schon sehr viele Gefäße hergestellt und es bereitet mir immer große Freude, einen sogenannten rotationssymetrischen Hohlkörper mit der Hand auf der Drehscheibe zu formen.

Aber was passiert, wenn ein solches Gefäß verschlossen wird? Wenn keine Öffnung mehr existiert, durch die etwas hinein oder hinaus gelangen kann und es so seinem Zweck enthoben wird? Und was, wenn zwei Gefäße an Stelle der Öffnung aneinander montiert werden?

 

Auf diese Weise entstehen Gefäße, die Grenzgänger zwischen Skulptur, Objekt und Gefäß sind. Sie entfalten eine starke Wirkung, wenn sie wie Bilder an der Wand hängen oder wie Skulpturen im Raum stehen.

Am 31. Mai 2015, von 11.00 bis 18.00 Uhr sind meine Gefäße, diese Grenzgänger, im Rahmen der offenen Pforte im Garten von Joachim von Kortzfleisch zu sehen.

Adresse: Eichendamm 27 in Brelingen, 30900 Wedemark

 

Flyer Einladung >>>

Ausstellung in der Wedemark

In den Garten, die offene Pforte ruft! Auch dieses Jahr öffnen wieder viele kleine und große Gärten in der Region Hannover ihre Pforten und laden zum Verweilen und Staunen ein. Ich bin dieses Jahr mit meinen Gefäßen zu Gast in einem besonderes schönen Garten, bei Joachim von Kortzfleisch in Brelingen, in der Wedemark.

Seit 1993 entwickelt sich der Versuchs- und Schaugarten in Brelingen im Stil eines Cottage-Gardens. Sonnige und schattige Staudenbeete, der Gemüsegarten und zahlreiche Sitzplätze bestimmen das Bild. Auf etwa 800 qm um das alte Bauernhaus gedeihen zahlreiche Stauden- und Rosensorten, Zwiebelblumen, Kräuter und Gemüse in farblich abgestimmten Beeten. Der Gemüsegarten hat im Herbst 2013 eine neue Form erhalten. Die rechtwinkligen Achsen wurden durch geschwungene Wege ersetzt, aus vier kleinen Beeten wurden zwei große in Form eines Tropfens. Die Pflege des Gartens ist eine ständige Balance zwischen Chaos und Ordnung. Dieses Gleichgewicht findet sein Besitzer, Joachim v. Kortzfleisch jede Woche neu. Zur offenen Pforte am 31. Mai blühen schon die ersten Rosen.

Und dort hinein, in das blühende Leben, werden sich meine keramischen Gefäße mischen, um gemeinsam mit den Pflanzen des Gartens ein anregendes Gesamtkunstwerk zu bilden.

Die Ausstellung ist am Sonntag, den 31. Mai 2015, von 11.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.
Adresse: Joachim von Kortzfleisch, Eichendamm 27 in Brelingen, 30900 Wedemark

Flyer zur Aussstellung >>>
Website Joachim von Kortzfleisch >>>

Gefäßausstellung von Guido Kratz in der neuen Wiedemann-Niederlassung in Hannover

Im März dieses Jahres hat die Firma Wiedemann in Hannover die größte und modernste Ausstellungsfläche für Badeinrichtungen eröffnet. Es gibt nicht nur Badewannen und Waschtische aller Art zu sehen, sondern auch Wohnraumkonzepte, die Wohn- und Badbereiche verbinden. Die Besucher können dort das eigene Badezimmer auf einer interaktiven Wand selbst gestalten.

In den neuen Ausstellungsräumen stelle ich drei Gefäßskulpturen aus. Die farbigen Gefäße bilden einen Kontrast zu den hauptsächlich weißen Waschtischen und Badeinrichtungen. Die Objekte werden wie Gefäße auf der Drehscheibe hergestellt und geschlossen. Sie sind Grenzgänger zwischen Gefäß und Skulptur, Boten einer Welt jenseits des Alltags, die trotz ihrer fröhlichen Farbigkeit seltsam geheimnisvoll und irritierend wirken. Und weil sie wasserfest sind, sind sie wunderbar geeignet, in einem zeitgenössischen Badezimmer einen außergewöhnlichen Akzent zu setzen.

Bis Mitte Mai sind meine Gefäße in der Wiedemann Ausstellung zu sehen.

Wiedemann, Industrieweg 28 a, 30179Hannover.
Website >>>
Öffnungszeiten:
Mo–Mi: 10–18 Uhr
Do: 10–20 Uhr
Fr: 10–18 Uhr
Sa: 11–17 Uhr
So: Schautag (keine Beratung, kein Verkauf) 10–14 Uhr

“Einmischung erwünscht!” Lars Stoermer und Günter Barton zu Gast im Atelier von Guido Kratz

Mit Heinrich Böll habe ich mich eigentlich schon sehr lange nicht mehr beschäftigt. Um so überraschter war ich, als ich die Texte von ihm in meinem Atelier hörte. Vorgetragen von Günter Barton, dem Schauspieler und Regisseur aus Berlin. Böll’s Texte sind überraschend aktuell, die “Nicht gehaltene Rede vor dem Deutschen Bundestag” von Heinrich Böll hätte heute geschrieben sein können, so zeitlos und tagesaktuell gleichzeitig stellt sie sich heute dar. Günter Barton trug die Texte so lebendig und pointiert vor, dass ich glaubte, mitten in den Geschichten zu stehen. Das was erzählt wurde war nicht nur zu hören, sondern auch zu riechen und zu schmecken.

Lars Stoermer beeindruckte mit seinen Saxophon-Interpretationen. Er unterstrich die Stimmung der vorgetragenen Texte und ließ sie um so deutlicher als Unikate erscheinen. War der Text der Rahmen für die Musik oder umgekehrt, das war manchmal nicht zu unterscheiden.

Ich habe meine neuesten Arbeiten vorgestellt und es gab viele Gelegenheiten zum Austausch. Ein schöner Abend mit Kunst und Musik.  Anja Weiss hat die vorgetragenen Geschichten Illustriert.

Website Lars Stoermer >>>
Website Günter Barton >>>
WebsiteAnja Weiss >>>

 

Ein Symbol für die Zukunft – ein Skulpturen Workshop im Rahmen des Mentoringprogamms der IG BCE

Einmal in die Zukunft schauen – wie wird die eigene Organisation in zehn Jahren aufgestellt sein? Welche gesellschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich geändert? Welche Bedürfnisse haben die Mitglieder, was sind die Gewerkschaftsmitglieder zu leisten imstande? Diese Fragen waren von Bedeutung, als es darum ging ein Symbol für die nahe Zukunft der IG BCE zu finden. Das Symbol sollte aber nicht nur auf dem Papier stehen, sondern in dreidimensionaler Gestalt das Licht der Welt erblicken.

Die Aufgabe bestand darin, das gefundene Zukunftssymbol in Ton zu formen, was zunächst jeder einmal für sich alleine machte. Danach war Gruppenarbeit angesagt. So entstanden in kleinen Gruppen insgesamt fünf Symbole, die als eine etwas größere Skulptur ausgearbeitet wurden.

Die Skulpturen werden noch von mir gebrannt und teilweise farblich behandelt. Die nächsten zehn Jahre, bis 2025, werden sie auf jeden Fall bestehen. Denn Keramik ist ein Material, das viele Jahrtausende überstehen kann und so werden vielleicht einmal in einer ganz fernen Zeit diese Skulpturen ausgegraben und dienen als Beweis für die Kreativität und den Erfindungsreichtum seiner Erschaffer.

Einmischung Erwünscht! Eine musikalische Lesung mit Günter Barton und Lars Stoermer.

Es gibt mal wieder Musik im Atelier, der Frühling ist nicht mehr weit und die Sommerzeit naht. Der Schauspieler Günter Barton zeigt, wie zeitlos die Schriften Heinrich Bölls sein können. Er liest Ausschnitte aus Erzählungen, Briefen, Gedichten und anderen Schriften. Der sprachliche Vortrag Günther Bartons ist faszinierend. Er läßt erleben, dass Literatur nicht nur schön und spannend, sondern wahrer politischer Sprengstoff sein kann. Ergänzt wird er durch den beeindruckend vielseitigen musikalischen Vortrag des Musikers Lars Stoermer. Die beiden Künstler arbeiten seit 2007 zusammen und produzierten seit dem verschiedene literarische/musikalische Programme. Ihre Aufführungen führen sie durch ganz Deutschland.

Während der musikalischen Lesung stelle ich meine neuesten keramischen Arbeiten vor: Grenzgänger zwischen Gefäß und Skulptur, Boten einer Welt jenseits des Alltags, die trotz
ihrer fröhlichen Farbigkeit seltsam geheimnisvoll und irritierend wirken.
Die starken Farben und die Struktur der Muster weben eine Haut auf die Oberfläche
der Gefäße, die der Musik ähnlich ist.

So ergibt sich eine thematische Verknüpfung von Musik, Sprache und bildender Kunst.

Am Freitag, den 13. März 2015 um 20.00 Uhr. Eintritt 12 Euro. Reservieren Sie sich einen Platz per Mail, die Plätze sind begrenzt. Reservierung per Mail >>>

Einladung als PDF >>>
weitere Infos zum Auftritt als PDF >>>
Website Lars Stoermer >>>
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Neue Workshops ZweiMal für Paare im Frühjahr 2015

Gemeinsam mit der Designerin und Illustratorin Anja Weiss habe ich im letzten Jahr das erste Mal Workshops für Paare angeboten. Liebespaare oder Eheleute schufen gemeinsam ein Werk, ein Bild auf einer großen Keramikplatte. Die Werke wurden nach dem Workshop gebrannt und mit einer Aufhängung versehen. Die Workshops waren ein Erfolg, so dass wir in diesem Frühjahr wieder zwei Workshops für Paare anbieten wollen, und zwar am Sonntag, den 15. März 2015 und am Sonntag, den 12. April 2015, jeweils von 14.00 bis 18.00 Uhr.

Um als Paar ein gemeinsames Bild zu malen braucht es keinerlei künstlerisch-kreative Vorbildung. Es geht um ein neues spielerisch-produktives Erlebnis, darum, sich zusammen auf ein nonverbales Experiment einzulassen. Unsere eigene Erfahrung mit dem Malen gemeinsamer Bilder zeigt, dass der Prozess uns auf besondere Art näher bringt. Diese Bilder sprechen eine eigene, überraschende, ganz persönliche Sprache. Sie erzählen uns etwas über unsere Beziehung und unseren Umgang miteinander.

Lasse ich die Spuren des anderen stehen, übermale oder integriere ich sie? Wie experimentierfreudig bin ich? Wie gehe ich mit eignen Spuren um? Abgrenzung und Durchdringung, zarte Linien und kraftvoller Farbauftrag, Chaos und Ordnung – welche Strukturen entstehen im gemeinsamen Prozess des Malens? Durch Farbe, Form, der Dynamik und Tempi der Malbewegung und der Lust am gemeinsamen Schaffensprozess visualisiert sich im Dialog das einzigartige Muster Ihrer Liebesbeziehung.

Entdecken Sie sich als Paar aus einem neuen Blickwinkel, lassen Sie Ihr Bild sprechen und sich vom Ergebnis überraschen!

Teilnahmegebühr pro Paar: 130,- € (darin enthalten sind alle Materialen, Snacks und Getränke).
Wir malen auf Keramik. Das Bild wird im Anschluss an den Workshop gebrannt.

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Der zweite Lister Künstlersalon war ein Erfolg

Gestern hat der zweite Lister Künstlersalon in unserem Atelier stattgefunden. Der Salon wird von R.F. Myller veranstaltet, ich war dieses Mal sein Gast und wurde zum Thema „Keramik und Kunst” befragt. Anja Weiss hat den Abend mit einem Grafic Recording Bild dokumentiert.

Grafic Recording vom 2. Lister Künstlersalon von Anja Weiss aus HannoverEs waren viele interessierte Besucher gekommen. Stichworte zum Gesprächsverlauf: Die Geschichte und Herkunft der Keramik, ihrer Materialeigenschaften und warum ich selbst Keramik herstelle. Viele Menschen können sich nicht vorstellen, dass Gefäße, die aus Keramik hergestellt werden, auch Kunstwerke sein können. Obwohl das in anderen Ländern, zum Beispiel in Japan ganz anders ist: Dort werden die Keramikmeister verehrt und ihre Teeschalen erzielen Höchstpreise.

Im Laufe des Abends wurde überlegt, wann ein Gegenstand Kunst ist, ob es zur Ausübung von Kunst handwerklicher Fähigkeiten bedarf und warum ich so viele Farben verwende. Dass ich in meiner künstlerischen Arbeit Gefäße herstelle, die keinen unmittelbaren Nutzen haben, aber eine Seele besitzen. Und dass die Krankenversicherung der frühen Jäger und Sammler kleine Keramikfiguren waren.

Es war ein kurzweiliger Abend, der zum Nachdenken angeregt und allen viel Freude gemacht hat.

Website Anja Weiss >>>
Website R.F. Myller >>>